Der Predigt lag Jesaja 42, Vers 2–3 zugrunde: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.“ Schon zu Beginn machte der Stammapostelhelfer deutlich: Gott begegnet uns nicht im Lärm und Getöse, sondern in Ruhe und Frieden – so wie Elia die Stimme Gottes nicht im Sturm oder Feuer, sondern im leisen Säuseln vernahm. Dabei nahm er Bezug auf das vorangegangene Lied „Bleiben an Jesu Hand“, das bereits die Lösung aufzeige: Wer an der Hand Jesu bleibt, erfährt Trost, Orientierung und Sicherheit.
Anhand des Textwortes sprach er von Situationen, in denen Menschen sich wie ein geknicktes Rohr oder wie ein verlöschender Docht fühlen: wertlos, aussortiert, vergessen. Doch Jesus Christus gehe gerade auf diese Menschen zu. „Fürchte dich nicht. Hab keine Angst“, wiederholte der Stammapostelhelfer mehrfach.
Christus verstärkt die Last nicht, er richtet auf.
Für ihn ist niemand überflüssig oder verloren.
Er sagt: „Ich liebe dich. Du bist mir wichtig. Du bist wertvoll. Ich lasse dich nicht allein.“
Apostel Helmut Kasper und Bischof Udo Knispel vertieften in ihren Predigtbeiträgen diese Gedanken. Besonders eindrücklich blieb das Wort des Bischofs: „Jeder hat seinen Knick irgendwo anders. Doch Christus ist treu – er wird es wohl machen.“
Ein weiterer Höhepunkt war die Heilige Versiegelung von Hannes Kuhl und Luca Kowarik, die unter Gebet und Handauflegung die Gabe des Heiligen Geists empfingen. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Teltower Chor, unterstützt durch Sängerinnen und Sänger der Gemeinde Zehlendorf, umrahmt.
Nach dem Gottesdienst blieb die Gemeinde noch in froher Gemeinschaft beisammen: Vor der Kirche bot ein kleiner Sektempfang Gelegenheit zu Begegnung, Austausch und Dankbarkeit für diesen besonderen Abend.
Neuapostolische Kirche