Lichter-Andacht

Andacht zum 100 jährigen Jubiläum der Gemeinde Werder Havel

Am 28. Februar 2026 feierten die Mitglieder der Gemeinde Werder (Havel) ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer besonderen Lichter-Andacht, die von Besinnlichkeit, Dankbarkeit und Gemeinschaft geprägt war. Eingeleitet wurde die Andacht von einem Video, das die Jugend der Gemeinde erstellt hatte und das auf eindrucksvolle Weise in den Abend einstimmte.

Bereits in den Tagen zuvor wurden mit viel Liebe und Kreativität 100 Marmeladengläser von Mitgliedern der Gemeinde bemalt. Diese fanden am Abend der Andacht ihren Platz im Kirchenraum und schufen später eine warme, einladende Atmosphäre. In einem stillen Moment, begleitet von einfühlsamer Klaviermusik, wurde Raum gegeben, um innezuhalten und all jener Menschen zu gedenken, die vor hundert Jahren den Grundstein für die Gemeinde gelegt haben.

Ausgehend von einem einzelnen leuchtenden Licht wurden von den Kindern der Gemeinde alle anderen Lichter entzündet, und das Licht verbreitete sich nach und nach im gesamten Raum. So wurde jedes weitere Licht weitergereicht und entzündet – ein eindrucksvolles Zeichen der Verbundenheit. Jedes der 100 Lichter erhielt dadurch eine besondere Bedeutung: Es steht für die vielen Menschen, die seit der Gründung der Gemeinde bis heute ihren Glauben, ihre Liebe und ihr Engagement in das Gemeindeleben eingebracht haben.

Im Anschluss wurde eine Kurzchronik der Gemeinde verlesen, die die vergangenen 100 Jahre lebendig werden ließ. Ergänzt wurde dieser Teil der Andacht durch gezeigte Zeitzeugenberichte von Werderaner Urgesteinen, die ihn auf besondere Weise bereicherten und persönlich erlebbar machten. Gemeinsam sangen die Geschwister Lieder zum Lob Gottes. Die 100 Lichter wurden dabei auch zu einem Symbol für ein Jahrhundert, in dem Gott der Gemeinde Gnade und Segen geschenkt hat.

Ein kurzer geistlicher Impuls eröffnete schließlich eine dritte, weiterführende Bedeutungsebene der Lichter: Licht dorthin zu bringen, wo Dunkelheit ist. In diesem Sinne durfte jeder Teilnehmer der Andacht zwei der gestalteten Lichter mit nach Hause nehmen, um sie an Menschen weiterzugeben, denen es gerade nicht so gut geht – als Zeichen der Hoffnung, der Nähe und der Liebe.

So wurde die Lichter-Andacht nicht nur zu einem Rückblick auf 100 Jahre Gemeindegeschichte, sondern auch zu einem lebendigen Auftrag für die Gegenwart: Licht zu sein für andere.