„Gelobt sei der Herr, denn er hat mir seine Güte erwiesen in einer festen Stadt.“ – Psalm 31,22
Mit diesem Wort aus Psalm 31,22 stand der Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde Werder ganz im Zeichen der Dankbarkeit. Ein Jahrhundert Gemeindegeschichte durfte gefeiert werden – und damit auch ein Jahrhundert, in dem Gott seine Güte, seine Gnade und seinen Segen erfahren ließ.
Die „feste Stadt“ aus dem Psalm wurde dabei zum eindrucksvollen Bild für die Gemeinde selbst. Vor hundert Jahren dachte vermutlich niemand daran, eine Chronik zu führen oder die Ereignisse der kommenden Jahrzehnte sorgfältig zu dokumentieren. Viele administrative Fragen waren damals nebensächlich. Es ging vielmehr darum, das Evangelium weiterzugeben und den Glauben zu leben. Einfach anfangen. Einfach losgehen. Nicht erst lange Strategien entwickeln, sondern im Vertrauen auf Gott handeln.
Heute, hundert Jahre später, darf die Gemeinde auf das Ergebnis dieses Vertrauens zurückblicken. Es ist die Geschichte von Menschen, die Gott ihr Leben anvertrauten, ihn liebten und das Evangelium in Wort und Tat verkündeten. Unter oftmals schwierigen Verhältnissen säten unsere Mütter und Väter im Glauben. Was damals ausgesät wurde, dürfen wir heute ernten.
In besonderer Weise wurde im Gottesdienst an all jene erinnert, die in den vergangenen hundert Jahren ihren Beitrag zum Aufbau der Gemeinde geleistet haben. Ihr Wirken geschah aus Gottes Gnade und wurde von seinem Segen getragen. Ihr Zeugnis macht deutlich: Das Wort Gottes bleibt beständig. Auch die Worte, das Leben und die Zukunft Jesu Christi sind unveränderlich und geben bis heute Grund zur Freude und Hoffnung.
Das Jubiläum richtete den Blick deshalb nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. Die entscheidende Frage lautet: Was säen wir heute? Und was werden die Generationen nach uns ernten?
Auch heute sieht Gott Menschen, die bereit sind, mitzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und im Glauben zu überwinden. Menschen, die durch ihr Leben ein Stück Himmel bauen und Gottes Liebe sichtbar machen. Dabei dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott auch weiterhin seine Gnade, Güte und seinen Segen schenkt.
So wurde der Festgottesdienst zu einem besonderen Moment des Dankes: für hundert Jahre Gemeinde Werder, für die Menschen, die vor uns geglaubt und gearbeitet haben, und für die Gewissheit, die auch heute trägt: Gott ist da. Er war da, er ist da und er wird auch in Zukunft da sein.
Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten die Geschwister die Gelegenheit, bei kleinen Snacks und Getränken miteinander sowie mit dem Apostel ins Gespräch zu kommen. In entspannter und herzlicher Atmosphäre wurde gemeinsam auf das Jubiläum zurückgeblickt, Erinnerungen wurden ausgetauscht und die Gemeinschaft miteinander gepflegt.
Dankbar durfte die Gemeinde damit auf 100 Jahre zurückblicken – und zugleich hoffnungsvoll nach vorne schauen: auf das, was Gott bereits geschenkt hat, und auf das, was durch seinen Segen noch wachsen darf.
100 Jahre Gemeinde Werder
Festgottesdienst im Zeichen von Psalm 31,22
Neuapostolische Kirche